"> Hüsnü Cal

 Herzliche Einladung zur Ausstellung

SYNAPTISCHER RAUM - Zustände des Gehirns von Hüsnü Cal

Vernissage: Samstag, den 4. Juni 2011 um 20 Uhr

schule21 e.V. , Godehardstraße 21, Hemelingen.

Ausstellungsdauer: 4. -28. Juni 2011

In der Ausstellung werden aktuelle Werke des türkischstämmigen Bremer Künstlers im Rahmen seines Projektes „Neocortex“ gezeigt.

2003 begann Hüsnü Cal mit einer intensiven malerischen Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gehirn. „Am Anfang war die Frage: Wie kann ich mich als Künstler mit meiner Arbeit einbringen, um eine Verbindung zwischen anderen spezialisierten Zellen der Gesellschaft, wie Neurowissenschaftlern und Philosophen, zu kommunizieren?“, so Cal.

Seitdem entstehen – einem „stream of consciousness“ gleich – unzählige Bilder, Zeichnungen und Objekte. Das Projekt „Neocortex“ ist mittlerweile zu schier unüberschaubarer Größe angewachsen, für Cal eine Analogie zu den vielen Milliarden Gehirnzellen und ihren Verknüpfungen, den Synapsen. Die Synapsen als Schaltstellen des Gehirns sind für seine Funktion unerlässlich, sie ermöglichen die Kommunikation der Hirnzellen untereinander und die Art ihrer Verknüpfung bestimmt unsere Wahrnehmung, unser Denken und Fühlen.

Zwei immer wiederkehrende Motive in Cals Arbeiten sind die Großhirnrinde – der Neocortex – und das Ohrs – die Ohrmuschel und die Hörschnecke des Innenohrs, die sogenannte Cochlea. Die Großhirnrinde steht dabei als Projektionsfläche für „Reaktionen der Erinnerung“ in der Zeit. Im Türkischen bedeutet das Verb „hören“ zugleich „fühlen“. Was durch das Ohr ins Bewusstsein dringt, wird zu gefühltem – das Hören scheint für die Erfahrung der Welt wichtiger zu sein als zu sehen. Die Erfassung der Welt – das Fühlen der Welt – ist beim Sehen begrenzt, beim Hören entgrenzt.

In diesem Sinne sind Hüsnü Cals Arbeiten als intensive Auseinandersetzungen mit Wahrnehmungsbegrenzung und – entgrenzung zu verstehen, sie forden die Sinne und die Sinnschärfung. Sein Werk ist das bildhafte Ergebnis meditativen Beobachtens der Zustände des Gehirns

Hüsnü Cal ist in Bremen kein Unbekannter. Er wurde 1964 in der Türkei geboren und immigrierte 1973 nach Deutschland. Von 1990 bis 1998 studierte er freie Kunst an der HfK Bremen bei Jürgen Waller und Rolf Thiele. Zahlreiche Ausstellungen in Bremen, Berlin, Dresden u.a. sowie in Schweden dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Nach Stationen in Berlin und Offenbach lebt Cal seit 2010 wieder in Bremen.

Schule 21 ist ein gemeinnütziger Kunst-und Kulturverein in Hemelingen. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Schulgebäudes in der Godehardstraße 21 stehen Musik-, Tanz-, Malerei- und Bildhauerateliers, Ausstellungsflächen und eine Holzwerkstatt zur Verfügung und bilden ideale Bedingungen für vielfältige künstlerische Arbeit, Begegnung und Austausch. Der Verein wurde 2006 von Künstler_innen, Kulturschaffenden und Kunstinteressierten gegründet und realisiert seitdem eine Vielzahl von Projekten, darunter Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Workshops und Partys.

Besichtigung der Ausstellung nach telefonischer Vereinbarung: 01796640448

Weitere Informationen unter:

www.schule21.org

info@schule21.org

huesnue-cal(at)web.de